BodenseefischWochen: Vom See auf den Teller

# BodenseefischWochen

Regionaler Genuss zeigt sich bei den BodenseefischWochen von seiner köstlichsten Seite: Vom 14. September bis 11. Oktober 2026 bringen 22 teilnehmende Restaurants rund um den See heimischen Wildfang frisch auf die Teller und zeigen, wie abwechslungsreich das kulinarische Erbe der Region ist. Was die Bodenseefischer in den frühen Morgenstunden in ihren Netzen haben, wird wenig später gebraten, pochiert, geräuchert oder ganz neu interpretiert. So entstehen Fischgerichte mit unverwechselbarer Herkunft. Ein Schaukochen auf dem Allensbacher Wochenmarkt und ein Kochkurs geben zusätzlich Gelegenheit, Bodenseefisch und seine Zubereitung näher kennenzulernen.

Regionalität, die man schmecken kann
Kaum ein Lebensmittel erzählt so unmittelbar von seiner Herkunft wie der Bodenseefisch. Er wächst in einem natürlichen Lebensraum heran, wird von ansässigen Berufsfischern aus dem See geholt und gelangt auf kurzen Wegen in die umliegenden Restaurantküchen. Genau diese Nähe feiern die BodenseefischWochen. Sie machen erlebbar, wie vielfältig heimischer Wildfang schmecken kann. Auf den Speisekarten begegnet er Feinschmeckern mal vertraut, mal überraschend: etwa als geräucherte Bodensee-Forelle mit Apfel, Gurke und Meerrettich, als Zanderfilet mit Blattspinat und Weißweinsauce, als Matjes von Rotaugen mit Birnen und fermentierten Radieschen oder als hausgemachte Ravioli von der Bodenseeschleie mit getrüffeltem Landei. Neben den beliebten mehrgängigen Schlemmermenüs finden sich in verschiedenen Restaurants auch einzelne Fischgerichte. So lässt sich der Geschmack des Bodensees ganz nach Lust und Appetit entdecken. Dabei lohnt sich kulinarisch auch der Blick über die Klassiker hinaus. Im Bodensee leben zahlreiche Fischarten, von denen viele hervorragend als Speisefisch geeignet, aber vielen noch nicht geläufig sind. So bringen etwa Rotauge, Schleie oder Aal jeweils ihren ganz eigenen Geschmack und unterschiedliche Möglichkeiten der Zubereitung mit. Die Küchenchefs greifen diese Vielfalt auf und machen daraus Suppen, zarte Filets, geräucherte Spezialitäten oder moderne Interpretationen regionaler Klassiker.

Regionalität, die man schmecken kann
Kaum ein Lebensmittel erzählt so unmittelbar von seiner Herkunft wie der Bodenseefisch. Was die Fischer in den frühen Morgenstunden in ihren Netzen haben, gelangt auf kurzen Wegen in die umliegenden Restaurantküchen. Im Bild: Morgenstimmung auf dem See vor Radolfzell. Bildnachweis: REGIO e.V.

Der See bestimmt die Speisekarte
Welche Fischart tatsächlich auf dem Teller landet, wechselt in einigen Restaurants von Tag zu Tag. Denn Bodensee-Wildfang folgt keinem Bestellzettel. Entscheidend ist, was die Fischer aktuell aus ihren Netzen holen. Für viele Küchen bedeutet das, flexibel zu bleiben, auf den jeweiligen Fang zu reagieren und mit unterschiedlichen Arten kreativ umzugehen. Hinter dem Genuss steht zugleich ein Handwerk, das die Region seit Jahrhunderten prägt. Bis heute ist die Berufsfischerei am Bodensee vielfach familiengeführt. Wissen über Fangplätze, Wetter, Strömungen und Fischbestände wird über Generationen weitergegeben. Wer täglich auf den See hinausfährt, kennt diesen Lebensraum genau und weiß um den Wert dessen, was in den Netzen landet. Der bewusste Umgang mit dem Wildfang und die Zusammenarbeit mit der hiesigen Gastronomie tragen dazu bei, dieses traditionelle Handwerk sichtbar zu halten.

Bodenseefisch selbst entdecken
Wie vielseitig sich heimischer Fisch zubereiten lässt, zeigt am 24. September 2026 ein Schaukochen auf dem Allensbacher Wochenmarkt unter dem Motto „Aus dem Gnadensee“. Dabei schauen Besucher dem erfahrenen Bodensee-Koch Klaus Neidhart über die Schulter und nehmen neue Ideen für den eigenen Herd mit. Am 2. Oktober heißt es beim Kochkurs „So schmeckt die Region – F(r)isch vom See“ – ebenfalls in Allensbach – selbst Hand anlegen. Aus saisonalen und regionalen Zutaten entsteht ein feines Fischmenü, das anschließend bei einem Glas Allensbacher Wein gemeinsam genossen wird.

Weitere Informationen: www.bodenseewest.eu/bodenseefischwochen

Genuss bei den BodenseefischWochen
Bei den BodenseefischWochen bringen Küchenchefs rund um den See heimischen Wildfang frisch auf die Teller und zeigen, wie abwechslungsreich das kulinarische Erbe der Region ist. Bildnachweis: REGIO e.V., Daniel Schlageter Fotografie

Wissenswertes über die Bodenseefische
Der Bodensee bietet mit seinen großen Schilfflächen und Flachwasserzonen einen idealen Lebensraum für unterschiedlichste Fischarten – einige davon wurden in den letzten Jahren von den Feinschmeckerküchen der Region (wieder)entdeckt. Eine kleine Auswahl:

Das Rotauge gehört zu den unbekannteren, aber sehr schmackhaften Schätzen aus dem Bodensee. Der Fisch ernährt sich u.a. von der sich ausbreitenden Quagga-Muschel und hat damit ein großes Nahrungsangebot.

Der Hecht gehört zu den größten Räubern im Süßwasser. Im Bodensee ist der Bestand in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen, was ihn – neben dem feinen Geschmack seines fettarmen Fleisches – zu einem gesuchten Speisefisch macht.

Der Karpfen wurde von den Mönchen als Fastenspeise in Deutschland und am Bodensee verbreitet. Wegen seines roten Fleisches wird er umgangssprachlich auch als „Bodensee-Thunfisch“ bezeichnet.

Der Aal kann bis zu 3 kg und eine Länge von 1 Meter erreichen. In der Küche ist er geräuchert wohl am bekanntesten; aber auch gegrillt, blau, in Dillsauce ist eine delikate Zubereitung möglich.

Die Schleie findet man im Bodensee vor allem im Untersee und Rheindelta, da sie flachere Gewässer und Auebereiche bevorzugt. In der Zubereitung sind ihr kulinarisch kaum Grenzen gesetzt. So können unter anderem auch alle Rezepte für Karpfen mit einer Schleie zubereitet werden.

Vom See auf den Teller
22 Restaurants in der Bodenseeregion machen erlebbar, wie vielfältig heimischer Wildfang schmecken kann. Auf den Speisekarten begegnet er Feinschmeckern mal vertraut, mal überraschend. Im Bild: Ein Genussgericht im Gasthaus Hirschen Horn. Bildnachweis: REGIO e.V., Daniel Schlageter Fotografie