53. Internationale Flottensternfahrt: Schiffe bilden Stern auf dem Bodensee

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Mit einem eindrucksvollen Schauspiel auf dem Bodensee ist am Samstagnachmittag die neue Saison der „Weißen Flotte“ eröffnet worden. Sechs Schiffe der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU) formierten sich vor Romanshorn zu einem Stern – ein präzise choreografiertes Manöver, das den Höhepunkt der 53. Internationalen Flottensternfahrt markierte.

Ziel der traditionellen Sternfahrt war der Heimathafen der Schweizerische Bodensee-Schifffahrt AG, die zugleich Gastgeberin des maritimen Hafenfests ist. Tausende Besucherinnen und Besucher erlebten ein Wochenende voller Attraktionen – von Technik-Erlebniswelten bis hin zu familienfreundlichen Angeboten direkt am Wasser.

Fotos Stern aus Deck-Perspektive: Die Schiffe kamen sich bei der Sektübergabe ganz nah. Foto: VSU

Die Sternformation auf dem See verlangte den Kapitäninnen und Kapitänen höchste Präzision ab. Die Schiffe näherten sich dabei auf engstem Raum an, ohne ihre sichere Distanz zu verlieren. Im Anschluss bildeten die Schiffe sogenannte „Pärchen“: Besatzungen reichten sich die Hand, tauschten Sektflaschen aus und läuteten so symbolisch die neue Saison ein. An Bord sorgte diese Inszenierung für Staunen und begeisterten Applaus. Traditionell stimmten Gäste und Crews gemeinsam das Lied „Die Fischerin vom Bodensee“ an.

Beim anschließenden Kapitänsempfang im Kornhaus begrüßte Benno Gmür, Verwaltungsratspräsident der SBS, die internationalen Gäste: „Mit dem maritimen Hafenfest und den zahlreichen Attraktionen sagen wir herzlich willkommen und wünschen einen interessanten sowie entspannten Aufenthalt.“

Auch Stadtpräsident Roger Martin hieß die Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz willkommen. Romanshorn freue sich, den Saisonauftakt und ersten Höhepunkt der „Weißen Flotte“ ausrichten zu dürfen. Den Kapitäninnen und Kapitänen wünschte er eine erfolgreiche Saison und die sprichwörtliche „Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Foto Schiffsführer: Beim Kapitänsempfang in Romanshorn gab es Geschenke für die Schiffsführer der beteiligten Schiffe. Foto: VSU/ Theresia Keck

Dr. Norbert Reuter, Vorsitzender der VSU, betonte die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: „Wir gehen mit viel Freude und Engagement in diese Saison. Unsere Fahrten stehen für Erholung, Entschleunigung und eine Auszeit vom Alltag.“ Sein Wunsch für die kommenden Monate: unfallfreie Fahrten und möglichst viel Sonnenschein.

Die „Weiße Flotte“ ist längst ein fester Begriff rund um den Bodensee. Gemeint sind die Kurs- und Ausflugsschiffe der vier großen Reedereien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die im Rahmen der VSU einen gemeinsamen Fahrplan und einheitliche Tarife anbieten. Bis Mitte Oktober verbinden die Schiffe zahlreiche Städte und Ausflugsziele rund um den See.

Auch 2026 wartet die Saison mit einem vielfältigen Programm auf. Neben bewährten Angeboten wie den Fahrten zu den Bregenzer Festspielen stehen zahlreiche Themenfahrten auf dem Plan – von kulturellen bis hin zu kulinarischen Erlebnissen. Damit bleibt die Schifffahrt auf dem Bodensee nicht nur Transportmittel, sondern vor allem eines: ein Erlebnis.