{"id":850,"date":"2022-04-27T09:51:20","date_gmt":"2022-04-27T07:51:20","guid":{"rendered":"http:\/\/bodensee.land\/?p=850"},"modified":"2022-04-27T09:51:35","modified_gmt":"2022-04-27T07:51:35","slug":"850","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bodensee.land\/?p=850","title":{"rendered":"Museum Haus Dix Sonderausstellung &#8222;Der Gold- und Silberschmied Jan Dix&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>#museumhausdix #kunstmuseumstuttgart #ottodix #bodensee<\/p>\n<h3>Museum Haus Dix Sonderausstellung &#8222;Der Gold- und Silberschmied Jan Dix&#8220;<\/h3>\n<p>Der Gold- und Silberschmied Jan Dix<br \/>\n19. M\u00e4rz \u2013 31. Oktober 2022<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_851\" aria-describedby=\"caption-attachment-851\" style=\"width: 578px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/DSC05545cp_JanDix_06-2013cMK-Schechler-800.jpg\" alt=\"\" width=\"578\" height=\"800\" class=\"size-full wp-image-851\" srcset=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/DSC05545cp_JanDix_06-2013cMK-Schechler-800.jpg 578w, http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/DSC05545cp_JanDix_06-2013cMK-Schechler-800-217x300.jpg 217w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-851\" class=\"wp-caption-text\">Portrait Jan Dix im Juni 2013 im Rahmen der Er\u00f6ffnung des Museum Haus Dix am Bodensee. Foto: MK Schechler<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<strong>Die diesj\u00e4hrige Pr\u00e4sentation im Museum Haus Dix nimmt das kreative Wirken von Jan Dix (1928\u20132019), dem j\u00fcngsten der drei Kinder von Martha (1895\u20131985) und Otto Dix (1891\u20131969) in den Blick. Nach einer Ausbildung zum Jazztrompeter machte Jan Dix eine Lehre als Gold- und Silberschmied, an die er ein Studium an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen anschloss. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in \u00d6hningen.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr sein Elternhaus in Hemmenhofen, das heutige Museum Haus Dix, schuf Jan Dix das zweifl\u00fcgelige Eisentor am Eingang des Grundst\u00fccks sowie den Griff der Haust\u00fcr in Form eines L\u00f6wen. Die Ausstellung pr\u00e4sentiert ausgew\u00e4hlte Schmuckst\u00fccke und Kleinplastiken von Jan Dix. \u00c4hnlich wie bei seinem Vater wird auch in den Schmuckgestaltungen des Sohnes der Hang zum Fig\u00fcrlichen, zu biblischen und mythologischen Erz\u00e4hlungen deutlich.<\/p>\n<p>Im Museum Haus Dix wird der Alltag einer K\u00fcnstlerfamilie in der Nachkriegszeit erfahrbar. In dem einstigen Atelier- und Wohnhaus mit Blick auf den Bodensee lebte der Maler Otto Dix mit seiner Familie von 1936 bis zu seinem Tod 1969. Ein Mediaguide f\u00fchrt die Besucher:innen durch die R\u00e4ume mit ihren Geschichten, die noch heute faszinieren. Der idyllische Garten mit zahlreichen Terrassen und das Museumscaf\u00e9 laden zum Verweilen ein.<\/p>\n<p>Auf den Spuren einer K\u00fcnstlerfamilie<br \/>\nIm Museum Haus Dix wird der Alltag einer K\u00fcnstlerfamilie in der Nachkriegszeit erfahrbar. In dem einstigen Atelier- und Wohnhaus mit Blick auf den Bodensee lebte der Maler Otto Dix mit seiner Frau Martha und den drei Kindern von 1936 bis zu seinem Tod 1969. Ein Mediaguide f\u00fchrt die Besucher:innen durch die R\u00e4ume mit ihren Geschichten, die noch heute faszinieren. Der idyllische Garten mit zahlreichen Terrassen und das Museumscaf\u00e9 laden zum Verweilen ein.<\/p>\n<p><strong>Von Dresden an den Bodensee<\/strong><br \/>\nOtto Dix, geboren 1891 in Untermhaus (heute Stadtteil von Gera), z\u00e4hlt zu den wichtigsten Malern des 20. Jahrhunderts und wurde in den 1920er-Jahren zum f\u00fchrenden Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde sein Werk als entartet diffamiert. Dix musste auch seinen Lehrstuhl an der Kunstakademie Dresden aufgeben. Au\u00dfer Landes zu gehen, kam f\u00fcr ihn jedoch nicht infrage: \u00bbWie konnte man denn emigrieren, wenn man hier einen Stall voll Bilder hat? Da w\u00e4ren die Nazis gekommen und h\u00e4tten alles beschlagnahmt. Das ist doch unm\u00f6glich!\u00ab<\/p>\n<p>Die Familie siedelte stattdessen 1933 nach Randegg \u00fcber. 1936 bezogen sie ihr neu errichtetes Haus in Hemmenhofen \u2013 in unmittelbarer N\u00e4he zum neutralen Schweizer Ufer. Dieser Einschnitt in Dix\u02bc Leben hatte auch Einfluss auf sein k\u00fcnstlerisches Schaffen: Waren es zuvor Themen wie Krieg oder die Gro\u00dfstadt, die sein Werk pr\u00e4gten, so widmete sich Dix in seinen Arbeiten zunehmend der Landschaft am Bodensee.<\/p>\n<p>\u00bbEin sch\u00f6nes Paradies. Zum Kotzen sch\u00f6n. Ich m\u00fcsste in die Gro\u00dfstadt! Ich stehe vor der Landschaft wie eine Kuh.\u00ab<br \/>\nOtto Dix<\/p>\n<p><strong>Das Wohnhaus<\/strong><br \/>\nDank einer Erbschaft war es Martha Dix m\u00f6glich, das Grundst\u00fcck in schon damals bester Lage zu erwerben. Das gro\u00dfz\u00fcgige Haus wurde von dem Dresdner Architekten Arnulf Schelcher entworfen. Charakteristisch sind das Atelierfenster an der Ostseite, der umlaufende Balkon sowie zahlreiche Fenster, die den Blick auf den See freigeben.<\/p>\n<p>Im Inneren gliedert sich das Haus in drei Etagen: K\u00fcche, Ess-, Wohn- und Musikzimmer sind im Erdgeschoss. Im ersten Stockwerk befinden sich das Atelier von Otto Dix und der Salon von Martha Dix, im zweiten die Zimmer der Kinder Nelly (1923\u20131955), Ursus (1927\u20132002) und Jan Dix (1928\u20132019).<\/p>\n<p>Bei F\u00fchrungen kann auch der Keller besichtigt werden, dessen W\u00e4nde Dix und einige seiner G\u00e4ste bei einem Fastnachtsfest 1966 bemalten. Die Motive zeigen Figuren aus der alemannischen Fastnacht, aber auch Karikaturen von Freunden oder ber\u00fchmten Pers\u00f6nlichkeiten. Die Wandmalereien waren lange hinter Regalen versteckt und wurden erst im Zuge umfangreicher Restaurierungsma\u00dfnahmen im Dezember 2012 wiederentdeckt.<\/p>\n<p><strong>Konzept Museum Haus Dix<\/strong><br \/>\nF\u00fcr das denkmalgerecht restaurierte Wohnhaus wurde eine besondere Art der Rekonstruktion entwickelt, die diesen historischen Ort wiederherstellt und zugleich Zeit- und Kunstgeschichte lebendig werden l\u00e4sst. In j\u00e4hrlich wechselnden Ausstellungen werden Gem\u00e4lde und Grafiken von Otto Dix pr\u00e4sentiert. Auf jene Werke, die einst im Wohnbereich der Familie hingen und sich heute weltweit verstreut in Museen und Sammlungen befinden, verweisen Reproduktionen an den W\u00e4nden. Um die zeitliche Distanz zur Gegenwart deutlich zu machen, wirken die Bilder deshalb so, als h\u00e4tten sie einen Abdruck an der Wand hinterlassen.<\/p>\n<p>Ein Mediaguide begleitet die Besucher:innen durch das Haus und den Garten. Er gibt Auskunft zu Kunstwerken, zum Familienleben in Haus und Garten und schildert pers\u00f6nliche Anekdoten von Jan Dix.<\/p>\n<p>Haus und Garten wurden 2005 in das Denkmalbuch des Landes Baden-W\u00fcrttemberg eingetragen. 2010 wurde das Ensemble von der Otto-Dix-Haus-Stiftung e.V. denkmalgerecht saniert und museal ausgestattet. 2013 \u00fcbergab es der Verein an das Kunstmuseum Stuttgart, das eine der weltweit bedeutendsten Dix-Sammlungen besitzt.<\/p>\n<p>Quelle: Kunstmuseum Stuttgart<\/p>\n<p>Museum Haus Dix<br \/>\nOtto-Dix-Weg 6<br \/>\n78343 Gaienhofen-Hemmenhofen<br \/>\n+49 (0)7735 \/ 93 71 60<br \/>\ndix@kunstmuseum-stuttgart.de<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kunstmuseum-stuttgart.de\/museum-haus-dix\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https:\/\/www.kunstmuseum-stuttgart.de\/museum-haus-dix<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#museumhausdix #kunstmuseumstuttgart #ottodix #bodensee Museum Haus Dix Sonderausstellung &#8222;Der Gold- und Silberschmied Jan Dix&#8220; Der Gold- und Silberschmied Jan Dix 19. 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