{"id":343,"date":"2018-08-27T17:02:11","date_gmt":"2018-08-27T15:02:11","guid":{"rendered":"http:\/\/bodensee.land\/?p=343"},"modified":"2024-11-28T14:43:29","modified_gmt":"2024-11-28T13:43:29","slug":"der-lechweg-wir-sind-dann-mal-kurz-weg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bodensee.land\/?p=343","title":{"rendered":"Der Lechweg: Wir sind dann mal kurz weg&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>#wandern #lechweg #vorarlberg #lechz\u00fcrs #Tirol <\/p>\n<h3>Der Lechweg: Wir sind dann mal kurz weg&#8230;<\/h3>\n<p><b>Der Lech ist einer der letzten Wildfl\u00fcsse Europas. Von der Quelle im \u00f6sterreichischen Vorarlberg bis zum Lechfall in F\u00fcssen im Allg\u00e4u ist eine interessante Wanderstrecke entstanden die durch abwechslungsreiches Gel\u00e4nde f\u00fchrt und viele \u00dcberraschungen bereith\u00e4lt. Hier hat sich der Lech nach Ende der letzten Eiszeit ein neues Bett gegraben. Zwanglos kann dieser auf einzelnen Wegabschnitten begleitet, Passagen ausgelassen und an anderer Stelle wieder aufgesetzt werden. Ein Appetizer zum Lechweg-Wandern, ja &#8211; zum Genusswandern! <\/b><\/p>\n<p>Das Lechquellgebirge ragt bis 2.700 Meter in die H\u00f6he. Auf dem Lechweg bleibt die markante &#8222;Rote Wand&#8220; f\u00fcr einige Zeit im R\u00fccken des Wanderers sicht- und beinahe sp\u00fcrbar. Anfang\/Mitte des letzten Jahrhunderts war der Alpensteinbock in vielen Regionen fast schon ausgerottet. In den 60er Jahren wieder angesiedelt und unter Naturschutz gestellt ist die Population inzwischen auf weit \u00fcber 500 Tiere angewachsen, davon etwa einhundertf\u00fcnfzig im unmittelbaren Lechquellgebiet. Auch wenn man den Tieren bei der Wanderung selten direkt begegnet, begleitet der Steinbock den Wanderer stets in vielen Varianten am Wegesrand. Entlang dem Lech folgt man einem der letzten Wildfl\u00fcsse der Alpen von \u00d6sterreich nach Deutschland. Der als Lechweg angelegte, pr\u00e4mierte Weitwanderweg, der durchg\u00e4ngig und deutlich mit einem &#8222;L&#8220; markiert ist, beginnt im Lechquellgebiet in unmittelbarer N\u00e4he des auf 1.800 Meter H\u00f6he gelegenen Formarinsees. Er durchquert Teile Vorarlbergs und Tirols und flie\u00dft bei Reutte und F\u00fcssen im Allg\u00e4u auf deutsches Gebiet und findet dort nach etwa 125 Kilometer sein Ziel im Lechfall. Der Lech selbst flie\u00dft weitere 125 Kilometer durch Bayern um in die Donau und nach langer Reise dann ins Schwarze Meer zu m\u00fcnden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DS703039-001.jpg\" alt=\"Lechweg Rote Wand Formarinsee\" \/><br \/>\n&#8222;Rote Wand&#8220; und Formarinsee im Lechquellgebiet<\/p>\n<p><strong>Unser Lechweg: Von der Quelle bis zum Fall<\/strong><br \/>\nMein Bruder J\u00fcrgen und ich starten Freitag in Lech am Arlberg. Mit dem Panoramabus geht es zun\u00e4chst an den Formarinsee, der 2015 vom \u00f6sterreichischen Fernsehpublikum mit dem Titel &#8222;Sch\u00f6nster Platz \u00d6sterreichs&#8220; gek\u00fcrt wurde. Nach Umrundung des Sees und St\u00e4rkung auf der Freiburger H\u00fctte starten wir am Anfang des Lechwegs unsere Wanderung. Rechts und links des Weges schl\u00e4ngeln sich immer wieder kleine B\u00e4che von den Bergen herab und vereinen sich mit dem Lech, der hier noch Bachst\u00e4rke hat und munter vor sich hinpl\u00e4tschert. Zehn Kilometer weiter ist der Lech bereits zu einem sich wild durch das Zuger Tal windenden Fluss geworden. Wir beenden die erste Etappe an der Zuger Mautstation, hier werden wir am Folgetag wieder aufsetzen.<\/p>\n<p>Samstag. Als \u00dcbernachtungsort haben wir Lech am Arlberg f\u00fcr alle vier geplanten Etappen gew\u00e4hlt. Entlang des Lechweges f\u00e4hrt der Wanderbus in Stunden-Intervallen, so dass jederzeit die Hin- und R\u00fcckfahrt zu den Streckenpunkten und Wanderhotels gew\u00e4hrleistet ist. Den Tag beginnen wir jedoch nach dem Fr\u00fchst\u00fcck mit einer Fahrt mit der Seilbahn auf den R\u00fcfikopf. Bei idealem Wanderwetter ist die Aussicht und das Panorama von der Bergstation auf 2.350 m grandios. Wieder unten, geht es mit dem Bus nach Zug und wir setzen an gleicher Stelle auf, wo wir am Vortag die erste Etappe beendet haben: an der Mautstation in Zug. Wir wandern mit dem inzwischen zu einem veritablen Gebirgs-Fluss angeschwollenen Lech \u00fcber Kuhweiden, Stege und W\u00e4lder. Wir durchqueren den Ort Lech, dann weiter entlang der steilen Lechschlucht \u00fcber Tobel, Forstwege und &#8222;Stock und Stein&#8220; nach Warth. Zum Ende der Etappe steht noch eine Schlucht\u00fcberquerung an. Das hei\u00dft es geht vom H\u00f6henweg am rechten Lechufer hinab zum Lech, dort \u00fcber eine Holzbr\u00fccke, wieder 200 H\u00f6henmeter vom linken Lechufer hinauf, denn das Walserdorf Warth liegt hoch \u00fcber dem Lech. Wir beenden die zweite Etappe mit der Bus-R\u00fcckfahrt nach Lech am Arlberg, nicht ohne uns vorher bei der h\u00f6chstgelegenen Sennerei und Metzgerei Vorarlbergs, der &#8222;W\u00e4lder Metzge&#8220; mit Bergk\u00e4se und luftgetrocknetem Schinken eingedeckt zu haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DS703072.jpg\" alt=\"Lechweg\" \/><br \/>\nDer junge Lech im Zuger Tal<\/p>\n<p>Sonntag. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel &#8222;Lavendel&#8220; in der Ortsmitte von Lech geht es mit dem Wanderbus zur dritten Etappe. Geplant ist heute Warth bis Steeg. Da die Etappe weitestgehend bergab geht, entschlie\u00dfen wir uns die Etappe &#8222;r\u00fcckw\u00e4rts&#8220;, also bergauf zu gehen. Der Bus bringt uns von Lech \u00fcber die enge Verbindungsstra\u00dfe bis Warth, die im Winter dauerhaft gesperrt ist und \u00fcber die ausgebaute L198 bis Steeg. Von dort wandern wir bergauf nach Warth, 650 H\u00f6henmeter gilt es im Mittelteil der Etappe zu bew\u00e4ltigen. An dem Lechufer entlang wandern wir zun\u00e4chst eben in Richtung Warth, wo kleinere Siedlungen den Weg s\u00e4umen. \u00dcber eine Steinbr\u00fccke geht es auf die andere Lechseite. Die Br\u00fccke und die darauf folgenden Serpentinen waren bis etwa 1980 die regul\u00e4re Verbindungsstra\u00dfe, die im Jahr 1901 er\u00f6ffnet wurde. Eine schmale Stra\u00dfe, die heute langsam aber stetig von der Natur zur\u00fcckerobert wird. Durch den Wald, der in einem wundersch\u00f6nen Panoramaweg ausl\u00e4uft und den Blick auf das Arlberggebiet mit \u00fcppigen Almen freigibt geht es weiter. Dazwischen begegnen uns vereinzelt Wanderer und Bergsteiger die sich an den Bergw\u00e4nden des Naturklettergartens Schrofenwies versuchen. Wir kehren zur Rast in den Holzgauer Hof in Gehren an der Landesgrenze Vorarlberg\/Tirol ein, bereits mit Blick auf unser Etappenziel. Das bleibt dennoch zun\u00e4chst in weiter Ferne, denn der Lechweg f\u00fchrt in gro\u00dfem Bogen nach Warth hin.<\/p>\n<p>Montag. Die ersten drei Etappen liefen unter dem Motto &#8222;Der Weg ist das Ziel&#8220;. Heute wollen wir bis zum Lechfall kommen. Normalerweise eine Wander-Strecke f\u00fcr gut drei weitere Tage. Wir haben uns jedoch entschieden mit dem Auto zu verk\u00fcrzen und picken uns die Highlights aus der zweiten H\u00e4lfte des Lechwegs heraus: Wir wandern in Holzgau hinauf zur H\u00e4ngebr\u00fccke \u00fcber die H\u00f6henbachschlucht (200 Meter Spannweite, H\u00f6he 100 Meter) und \u00fcberqueren diese. Wir beobachten Schnitzer in einer Werkstatt am Wegesrand, schauen an der Freilichtb\u00fchne der &#8222;Geierwally&#8220; vorbei. Wir wandern hin zum Doser Wasserfall und kommen dann an unserem Ziel an: dem Lechfall in F\u00fcssen. Ziel, Ende, Aus! Sch\u00f6n war es und empfehlenswert, so die einhellige Meinung von meinem Bruder und mir.<\/p>\n<p><u>Fakten zur Wanderung<\/u><br \/>\nFreitag: Anreise bis 12 Uhr, Wanderung um den Formarinsee und Start des Lechwegs bis Zug Mautstation (Etappe 1, ca. 15 km)<br \/>\nSamstag: Besuch mit der Seilbahn auf dem R\u00fcfikopf, danach Etappe 2 von Zug Mautstation bis Warth (ca. 15 km)<br \/>\nSonntag: Etappe 3 mit umgekehrter Wanderung Steeg bis Warth (ca. 15 km)<br \/>\nMontag: Highlights ab Steeg bis zum Lechfall mit dem Auto, dazwischen Wanderung zu den Highlights entlang der restlichen Route (H\u00e4ngebr\u00fccke bei Holzgau, Geierwally-Freilichtb\u00fchne und Holzschnitzer bei Elbigenalp, Doser Wasserfall bei H\u00e4selgehr und nat\u00fcrlich zum Lechfall in F\u00fcssen; zusammen nochmal 10 km)<\/p>\n<figure id=\"attachment_344\" aria-describedby=\"caption-attachment-344\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DS703166.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"size-full wp-image-344\" srcset=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DS703166.jpg 800w, http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DS703166-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-344\" class=\"wp-caption-text\">Hier geht&#8217;s lang: Der Lechweg<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Tipps und Links<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Wandern ist der neue Trend, wandern ist gr\u00fcn! Wir haben die Wanderung durch dieses abwechslungsreiche, naturnahe Gebiet sehr genossen und k\u00f6nnen die von uns durchwanderte erste H\u00e4lfte des Lechweges vorbehaltlos empfehlen. Auch die zweite H\u00e4lfte gen F\u00fcssen hat einige Highlights zu bieten, die sanft, oft unmerklich fallende Landschaft wird im Lechweg aus verschiedenen Blickwinkeln, da geht es mal links einen H\u00f6henzug, dort mal rechts einen Weg \u00fcber dem Lech entlang, betrachtet. Der Wanderbus von Lech bis F\u00fcssen erm\u00f6glicht es dem Wanderer, an jeder Haltestelle in den Lechweg einzusteigen oder nach K\u00f6nnen und Lust zu beenden, um dort am n\u00e4chsten Tag wieder aufzusetzen. Der Gep\u00e4cktransfer kann entspannterweise auch \u00fcber den Lechweg-Gep\u00e4ckservice vorab gebucht werden. Wir haben uns f\u00fcr die Variante feste Unterkunft f\u00fcr drei Tage in Lech am Arlberg entschieden, mit dem Wanderbus kamen wir von Etappe zu Etappe wieder am Abend ins Hotel zur\u00fcck.<\/p><\/blockquote>\n<p>Lechweg (<a href=\"https:\/\/www.lechweg.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.lechweg.com\/<\/a>): Detaillierte Informationen zum Lechweg, Karten, H\u00f6henprofile etc.<br \/>\nLech Z\u00fcrs Tourismus (<a href=\"https:\/\/www.lech-zuers.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.lech-zuers.at\/<\/a>): Tourismuszentrale mit weiterf\u00fchrenden Infos zum Lechweg und Lechquellgebiet<br \/>\nLechcard (<a href=\"https:\/\/www.mylechcard.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.mylechcard.at\/<\/a>): Wanderbus, Mautgeb\u00fchren und Ticket f\u00fcr die Anfahrt zur Lechquelle im Panorama-Bus, Sommerbergbahn inklusive<br \/>\nHotel Lavendel (<a href=\"http:\/\/www.lavendel.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.lavendel.at\/<\/a>): Beispiel eines familiengef\u00fchrten Lechweg-Partner-Hotels in Lech am Arlberg, in unmittelbarer N\u00e4he zum Lechweg und Wanderbushaltestelle<\/p>\n<p>Autor: MK Schechler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#wandern #lechweg #vorarlberg #lechz\u00fcrs #Tirol Der Lechweg: Wir sind dann mal kurz weg&#8230; Der Lech ist einer der letzten Wildfl\u00fcsse Europas. Von der Quelle im \u00f6sterreichischen Vorarlberg bis zum Lechfall in F\u00fcssen im Allg\u00e4u ist eine interessante Wanderstrecke entstanden die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":344,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[12],"class_list":["post-343","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized","tag-arlberg"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=343"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1160,"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/343\/revisions\/1160"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/344"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bodensee.land\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}