{"id":1260,"date":"2025-10-05T13:21:05","date_gmt":"2025-10-05T11:21:05","guid":{"rendered":"http:\/\/bodensee.land\/?p=1260"},"modified":"2025-10-05T13:21:05","modified_gmt":"2025-10-05T11:21:05","slug":"eroeffnung-der-gaia-ausstellung-in-st-blasien-das-kunstwerk-laesst-raum-fuer-kreativitaet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bodensee.land\/?p=1260","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnung der Gaia-Ausstellung in St. Blasien: \u201eDas Kunstwerk l\u00e4sst Raum f\u00fcr Kreativit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p>#gaiaausstellung #schwarzwald<\/p>\n<p><strong>Ab sofort ist das Kunstwerk Gaia im Dom in St. Blasien zu sehen. Die detailgetreue Abbildung der Erdkugel mit einem Durchmesser von zehn Metern rotiert in rund drei Metern H\u00f6he unterhalb der Domkuppel und bietet Besucher:innen bis zum 9. November 2025 die einmalige Gelegenheit, die Erde so zu sehen, wie es sonst nur aus dem All m\u00f6glich ist. Vor der Er\u00f6ffnung gab der britische K\u00fcnstler Luke Jerram Einblicke in seine Arbeit.<\/strong><\/p>\n<p>Mit 1,3 Millionen Mal kleiner als die reale Erdkugel, mit einem Gesamtgewicht von 130 Kilogramm kreist die Kunstinstallation Gaia, ein illuminierter Globus, ab heute unter der 36 Meter weiten Domkuppel von St. Blasien \u2013 begleitet von einer eigens f\u00fcr sie geschaffenen Musikkomposition. Bis zum 9. November wird die ma\u00dfstabsgetreue und dreidimensionale Abbildung unseres Planeten, die aus Originalaufnahmen der NASA zusammengesetzt wurde, im Dom h\u00e4ngen und dort zum Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen werden. Die offizielle Er\u00f6ffnung der Ausstellung fand am Freitag im Beisein zahlreicher G\u00e4ste statt.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMeine Kunstwerke sollen eine M\u00f6glichkeit sein, Menschen zusammenzubringen, um \u00fcber sensible Themen wie beispielsweide den Klimawandel zu sprechen\u201c, berichtete der Sch\u00f6pfer des Kunstwerks in einem Gespr\u00e4ch vor der Er\u00f6ffnung. Luke Jerram, der zurzeit in Bristol an neuen Ausstellungsprojekten arbeitet und deshalb nicht pers\u00f6nlich anwesend sein konnte, hob die Besonderheit der Ausstellung im St. Blasier Dom hervor: \u201eSie ist so besonders, weil diese Weltkugel einen Durchmesser von zehn Metern hat und damit die gr\u00f6\u00dfte Gaia ist, die bisher in Deutschland gezeigt wurde\u201c, sagte der K\u00fcnstler. Er sei gespannt zu sehen, wie die Kunstinstallation in dieser riesigen Kathedrale wirke und freue sich sehr darauf, \u201edas Verh\u00e4ltnis dieser gro\u00dfen Weltkugel zur gro\u00dfen Kuppel zu sehen\u201c, erkl\u00e4rte Jerram.<\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_1261\" aria-describedby=\"caption-attachment-1261\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Gaia-in-St.-Blasien-\u00a9-Hochschwarzwald-Tourismus-GmbH.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"size-full wp-image-1261\" srcset=\"http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Gaia-in-St.-Blasien-\u00a9-Hochschwarzwald-Tourismus-GmbH.jpg 800w, http:\/\/bodensee.land\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Gaia-in-St.-Blasien-\u00a9-Hochschwarzwald-Tourismus-GmbH-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1261\" class=\"wp-caption-text\">Gaia in St. Blasien (\u00a9 Hochschwarzwald Tourismus GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Wanderkunstwerk Gaia tourt seit 2018 durch die ganze Welt und wurde bereits an den unterschiedlichsten Orten pr\u00e4sentiert. So war es unter anderem auch in verschiedenen Kirchen ausgestellt. Im Fr\u00fchjahr 2023 wurde Gaia in der Dresdener Frauenkirche von Marianne Wriedt aus St. Blasien und Hedwig Kaiser aus H\u00e4usern gesehen, woraufhin beide die Idee hatten, das Kunstwerk nach St. Blasien zu holen. Ins Leben gerufen wurde die Ausstellung schlie\u00dflich vom Werbe- und Aktivkreis, der Stadt St. Blasien, dem Kolleg und der Seelsorgeeinheit St. Blasien sowie der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Gef\u00f6rdert wurde das Projekt durch die Erzbischof Hermann Stiftung.<br \/>\n\u201eIch war schon einige Male in Deutschland, aber ich war noch nie im Schwarzwald\u201c, antwortete der K\u00fcnstler auf die Frage, ob er schon einmal in der Region gewesen sei und erg\u00e4nzte: \u201eEs sieht auf Fotos wirklich wundersch\u00f6n aus \u2013 ich merke, dass ich da etwas verspasst habe\u201c, sagte Jerram.<\/p>\n<p>Auf die Frage, was ihn zu Gaia inspiriert habe, nannte Jerram den erstmals vom Autor Frank White beschriebenen sogenannten Overview-Effekt. Seit Jahrtausenden h\u00e4tten die Menschen den Mond angeschaut. Sein Anblick habe alle Kulturen gepr\u00e4gt und zu Kunstwerken inspiriert. Doch der Blick von au\u00dfen auf die Erde sei relativ jung, erl\u00e4uterte der K\u00fcnstler. Als Apollo 8 im Jahr 1968 zum Mond aufbrach und ein Astronaut die Kamera umdrehte, sei das Bild vom blauen Planeten, der in der Dunkelheit schwebt, um die Welt gegangen. Damals habe eine neue Wahrnehmung stattgefunden, sei ein neues Bewusstsein f\u00fcr die Heimat der Menschheit entstanden.<\/p>\n<p>Gaia sei ein Kunstwerk, das auf die Thematik der planetaren Gesundheit aufmerksam machen soll, betonte Jerram: \u201eMan sieht die Fragilit\u00e4t der Erde, aber auch ihre St\u00e4rke. Es stellt sich das Gef\u00fchl ein, dass mit dem Erdball eigentlich alles in Ordnung ist, dass er momentan lediglich an der Menschheit krankt. Als K\u00fcnstler kann ich Dinge, zum Beispiel die Klimakrise, anders kommunizieren als es Wissenschaftler k\u00f6nnen und das gibt mir auch eine gewisse Verantwortung, solche Themen zu vermitteln.\u201c<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob ihn Naturwissenschaften generell besonders interessieren, antwortete der K\u00fcnstler: \u201eNaturwissenschaftler, K\u00fcnstler und Ingenieure \u2013sie alle interessieren sich daf\u00fcr, woraus die Welt gemacht ist und wie die Dinge funktionieren. Wir finden oft verschiedene Antworten, aber wir stellen alle dieselben Fragen. Ich arbeite viel mit Wissenschaftlern und Ingenieuren zusammen, um meine Kunstwerke zu entwickeln. F\u00fcr Gaia habe ich mit einer Firma, die Hei\u00dfluftballons herstellt, zusammengearbeitet, hochaufl\u00f6sendes Bildmaterial der NASA verwendet und einen kleinen Motor benutzt, der daf\u00fcr sorgt, dass sich die Weltkugel langsam dreht. Manchmal braucht es gar keine k\u00fcnstlerische Interpretation, sondern nur eine so detaillierte Pr\u00e4sentationsweise \u2013 denn die Natur an sich ist sch\u00f6n.\u201c<\/p>\n<p>Von zentraler Bedeutung f\u00fcr den K\u00fcnstler sei au\u00dferdem, dass Gaia ein Ort der Begegnung sein soll: \u201eMeine Kunstwerke erlauben verschiedene Zugangsweisen. Wenn man sich Gaia als Umweltaktivist anschaut, wird man es anders erfahren, als wenn man ein Hobby-Meterologe oder ein Lehrer ist. Ein verliebtes Paar genie\u00dft es vielleicht einfach, unter Gaia entlang zu spazieren und Kinder haben Spa\u00df, darunter hin und her zu rennen. Dass meine Kunstwerke solche Spielr\u00e4ume er\u00f6ffnen, ist mir wichtig. Ich mag den Aspekt, dass das Kunstwerk anderen Menschen den Raum gibt, um selbst kreativ zu werden\u201c, konstatierte Jerram.<\/p>\n<p>Die Gaia-Ausstellung wird von einem vielf\u00e4ltigen Rahmenprogramm begleitet. Unter anderem finden vier hochkar\u00e4tige Klassikkonzerte im Dom unter der illuminierten Erdkugel statt. Den Auftakt macht am am Samstag, 4. Oktober, um 16 Uhr das mehrfach preisgekr\u00f6nte Ensemble Capella de la Torre.<\/p>\n<p>Tickets f\u00fcr alle Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung einschlie\u00dflich der vier Sonderkonzerte gibt es bei allen Tourist-Informationen der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, telefonisch unter +49 (0)7652\/1206-0 sowie unter <a href=\"http:\/\/hochschwarzwald.de\/gaia\" target=\"_blank\">hochschwarzwald.de\/gaia<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#gaiaausstellung #schwarzwald Ab sofort ist das Kunstwerk Gaia im Dom in St. Blasien zu sehen. 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